Abfall und Recycling

Bei den Abfällen in der Milchindustrie handelt es sich zum Teil um Verpackungsreste (z.B. Becher, Pappe, Papier oder Folien), die vorrangig und überwiegend wiederverwertet werden. Darüber hinaus entstehen während der Produktion die organischen Abfälle (sog. tierische Nebenprodukte), die in der Praxis zunehmend zur Energiegewinnung in den Biogasanlagen eingesetzt werden.

Ziele

Europäisch

Die Grundlage des europäischen Abfallrechts ist die Abfallrahmenrichtlinie (2008/98/EG, AbfRRL). Mit dieser Regelung werden Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und der menschlichen Gesundheit festgelegt, so dass die schädlichen Auswirkungen der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen vermieden oder verringert, die Gesamtauswirkungen der Ressourcennutzung reduziert und die Effizienz der Ressourcennutzung verbessert werden.

Des Weiteren regelt auf EU-Ebene die Verordnung 1069/2009 die Verwertung und Entsorgung der sog. tierischen Nebenprodukte, z. B. zur Energieerzeugung in den Biogasanlagen.

National

Die Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie auf nationaler Ebene erfolgte durch Änderungen im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Das Gesetz zur Neuordnung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallrechts (KrWG) ist am 24.02.2012 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Das Gesetz beinhaltet in Artikel 1 das Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen (Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG) und in Artikel 2 Änderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. Es ist am 01.06.2012 in Kraft getreten. Gleichzeitig tritt das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz vom 27.09.1994 außer Kraft.

Die Klärschlammverordnung regelt die umweltverträgliche Verwertung von Klärschlämmen als Düngemittel auf landwirtschaftlich genutzten Böden. Im Zusammenhang mit der KrWG wird auch die Klärschlammverordnung zurzeit novelliert.

Was tut die Milchindustrie?

Die Abfälle sind in erster Linie zu vermeiden, zu verringern und zu verwerten. So sind firmeninterne Richtlinien zum Umweltschutz und Abfallmanagement innerhalb der Milchindustrie weit verbreitet. Die Produktionsabfälle (z.B. Becher, Pappe, Folien) werden überwiegend recycelt.

Die organischen Abfälle (sog. tierische Nebenprodukte) werden in der Praxis zunehmend zur Energiegewinnung in den Biogasanlagen eingesetzt. Etwa 25 Prozent der Molkereien in Deutschland sind Direkteinleiter und leiten das Abwasser nach einer Vollreinigung in werkseigenen Kläranlagen direkt in die Gewässer ein. Die Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung von Molkereien weisen niedrige Schadstoffgehalte und eine konstante Zusammensetzung auf und sind gleichzeitig sehr nährstoffreich. Die landwirtschaftliche Ausbringung der Molkereischlämme trägt zur Ressourcenschonung (z.B. Phosphat) bei.

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Umweltaspekte

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