MIV-Marktbericht Januar 2026

Im Fokus: Die Milcherzeugerpreise sind seit Herbst 2025 von einem hohen Niveau ausgehend teils deutlich gesunken – sowohl in Deutschland als auch in den EU-Nachbarstaaten. Anfang 2026 sind Auszahlungspreise unter 40 Cent bei ersten Molkereien aufgrund der hohen Anlieferungsmengen realistisch. Die Milchanlieferung in Deutschland nähert sich zwar der Vorjahreslinie an, liegt aber dennoch weiter 6,4 Prozent über dem Vorjahr. Die Milcherzeugung bleibt damit insgesamt auf hohem Intensitätsniveau.

Die große Rohmilchmenge führte zum Jahreswechsel zu einem Absturz der Preise an den Spotmärkten. Inzwischen ist eine spürbare Erholung auf niedrigerem Niveau zu beobachten, nur Milchfett tendiert weiter schwach. Auch wenn die Wettbewerbsfähigkeit an den Exportmärkten sich durch die aktuellen Preise verbessert, erschwert die aktuelle Dollarschwäche die Exporte. Insgesamt stellen die hohen Anlieferungsmengen eine Herausforderung für die Verarbeiter und für die Vermarktung dar. Der teils anzunehmende Bestandsaufbau wird die Preisentwicklung auch für die kommenden Monate beeinflussen.

Milchprodukte tragen deutlich zur Deflation bei den Verbraucherpreisen bei. Die Preise für Milchprodukte sind im LEH vielfach so günstig wie seit Jahren nicht mehr und führen zu höheren Absatzmengen.

Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.