MIV-Marktbericht April 2026

Im Fokus: Die Kurve der Rohmilchanlieferung bewegt sich derzeit weitgehend seitwärts. Dennoch liegen die Anlieferungsmengen immer noch 5 % über dem Vorjahr und insgesamt etwa 6 % über dem Vorjahresezeitraum. Ob die Saisonspitze bereits erreicht ist oder die Seitwärtsbewegung noch weitere Wochen anhält, lässt sich aktuell noch nicht absehen.

Die große Milchmenge mit höheren Inhaltsstoffen stellen die Molkereien bereits früh im Jahr vor Herausforderungen und führen zu einer hohen Auslastung. Dies wirkt sich auch auf die Erzeugerpreise aus: Diese sind Anfang 2026 laut BLE auf knapp 38 Cent/kg weiter gesunken und weisen mit über 7 Cent/kg eine deutliche Differenz zwischen Nord- und Süddeutschland auf. Eine deutlich geringere Rücknahme des Erzeugerpreises gab es für Biomilch; hier liegen die Preise Anfang 2026 weiterhin bei etwa 65 Cent/kg.

Der zwischenzeitlich gestiegene ife-Rohstoffwert basierte auf bessere Verwertungsmöglichkeiten bei Butter und Magermilchpulver. Die jüngsten Notierungen sowie die Verbraucherpreise für Butter deuten jedoch auf eine Trendwende hin.

Verbraucher honorieren die niedrigeren Preise für Milchprodukte mit einem steigenden mengenmäßigen Konsum im LEH im März über alle Produktgruppen hinweg, einschließlich Trinkmilch. Auch im Export hat die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit dazu beigetragen, dass zwar der Umsatz 2025 nicht ganz erreicht wurde, die Nachfrage nach Milchprodukten wie Magermilchpulver, Käse und Molkenerzeugnisse aber weiter rege ist.

Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.