Umweltaspekte

Nachhaltigkeit bedeutet, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung so zu gestalten, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten bleiben und dass wirtschaftliches und soziales Wohlergehen für gegenwärtige und zukünftige Generationen erreicht wird (Rat für nachhaltige Entwicklung, 2008).

Auf die Nahrungsmittelkette bezogen bedeutet Nachhaltigkeit insbesondere, dass die Lebensmittel so erzeugt, verarbeitet und konsumiert werden, dass die Ressourcen auf natürliche Weise nachwachsen können, die Umwelt geschont wird und ernährungsphysiologische Bedürfnisse weltweit gesichert werden.

Die sowohl in der Theorie als auch in der Wirtschaft anerkannte Standarddarstellung der Nachhaltigkeit ist die sog. Drei-Säulen-Interpretation (Englisch: triple bottom line; planet, profit, people). So ist das ökonomische Wachstum eng mit den sozialen und ökologischen Aspekten verbunden. Insbesondere die Umweltdimension ist in letzter Zeit durch die steigende Bedeutung des Klimaschutzes in der Milchwirtschaft von besonderer Relevanz.

Die direkten Umweltauswirkungen der Milchverarbeitung lassen sich in drei Fokusfelder untergliedern:

  • Energieeffizienz und Klimaschutz
    Die fossile und elektrische Energie wird in einer Molkerei hauptsächlich in der Produktion (z.B. zur Erhitzung und Kühlung von Milch) benötigt. Ein energieintensiver Prozess ist außerdem die Herstellung von Milchtrockenprodukten. Des Weiteren werden Kraftstoffe in der Logistik, z.B. bei den Milchtransporten verbraucht.
  • Wasser und Abwasser
    In jedem milchverarbeitenden Betrieb wird Wasser zum Kühlen, Heizen, Reinigen, für die Dampferzeugung und auch zur direkten Verarbeitung der Produkte gebraucht. Das Brauchwasser darf keine Krankheitserreger und Verunreinigungen enthalten, die die menschliche Gesundheit schädigen könnte.
    Das Abwasser in einer Molkerei entsteht vor allem bei der Reinigung der Prozesslinien zur Milchverarbeitung. Eine geringere Rolle spielt außerdem das Abwasser aus den Wasch- und Toiletteneinrichtungen, Kantinen sowie die Kühlwässer. Das Abwasser der milchverarbeitenden Betriebe enthält im wesentlichen Eiweiß, Milchzucker, Milchfette sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel.
  • Abfall und Recycling
    Bei den Abfällen in der Milchindustrie handelt es sich zum Teil um Verpackungsreste (z.B. Becher, Pappe, Papier oder Folien), die vorrangig und überwiegend wiederverwertet werden. Darüber hinaus entstehen während der Produktion die organischen Abfälle (sog. tierische Nebenprodukte), die in der Praxis zunehmend zur Energiegewinnung in den Biogasanlagen eingesetzt werden.

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