Besonderheiten bei der logistischen Abwicklung von Molkereiprodukten

Durch die Arbeitsgruppe Frischelogistik im Milchindustrie-Verband, in der sich aktuell rund 20 wichtige Molkereiunternehmen aktiv für die Entwicklung relevanter logistischer Branchenthemen und Standards gemeinsam engagieren, wurde über das Branchengremium Mopro in Zusammenarbeit mit der GS1-Germany und Vertretern des Handels im Jahr 2009 die Anwendungsempfehlung „Besonderheiten bei der logistischen Abwicklung von Molkereiprodukten” erstellt.

Anwendungsempfehlung „Besonderheiten bei der logistischen Abwicklung von Molkereiprodukten”

Diese Empfehlung stellt einen für die gesamte Molkereibranche gültigen Handlungsrahmen in der Abwicklung logistischer Prozesse mit dem Handel dar und war darüber hinaus Vorbild für die Entwicklung ähnlicher Leitfäden in anderen Branchen.

Die Fertigwarenläger der Molkereiproduktehersteller werden überwiegend in Eigenregie betrieben. Die Produkte werden meist nur kurzfristig eingelagert, bis Quarantäne- und Kühlzeiten erreicht sind und die Qualitätssicherung die Ware für den Verkauf freigibt. Häufig vergehen zwischen der Produktion und Verpackung und der Ankunft im Laden nur einige Stunden bzw. wenige Tage, z. B. bei der Frischmilch.

Die max. Lagerdauer, z.B. für gekühlte und tiefgefrorene Butter, ist von der Temperatur abhängig (1 – 2 Monate bei -1 bis 4°C, bis 12 Monate bei -18 bis -24°C). Beim Käse ist die Lagerfähigkeit zudem von der Sorte abhängig (z. B. Roquefort 4 Wochen, Camembert 4 – 6 Wochen, Gouda oder Tilsiter 4 Monate), während gekühlte Trinkmilch höchstens drei Wochen (ESL-Milch) haltbar ist.

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