MIV-Marktbericht März 2026

Im Fokus: Die Milcherzeugung in Deutschland liegt im ersten Quartal 2026 mit über sechs Prozent weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erzeugerpreise reagieren seit Herbst 2025 auf die hohe Anlieferung, wenn auch regional zeitverzögert. Für das Jahr 2025 ergibt sich mit 52,24 Cent/kg Standardmilch dennoch der zweithöchste amtliche durchschnittliche Erzeugerpreis der vergangenen Jahrzehnte.

Eine marktseitige Reaktion der Milcherzeuger im Hinblick auf Angebot und Nachfrage ist derzeit nicht erkennbar. Gleichzeitig nähern sich die Verarbeitungskapazitäten zunehmend ihren Auslastungsgrenzen. Diese Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf Deutschland: Auch in anderen Regionen Europas und weltweit wird trotz sinkender Erzeugerpreise bislang deutlich mehr Milch produziert.

Für Verbraucher haben sich die Preise für Milchprodukte insgesamt spürbar reduziert. So haben sich beispielsweise die Butterpreise etwa halbiert. Dies hat sowohl im Inland als auch im Export zu einer Belebung der Nachfrage nach Milchprodukten geführt.

Große Herausforderungen ergeben sich aus den Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Irankonflikt. Die Molkereien sind mit drastisch steigenden Preisen für Energie, Verpackungen, Logistik usw. konfrontiert, was Herstellung und Vertrieb verteuert. Zudem belasten im internationalen Handel höhere Transport- und Versicherungskosten sowohl den Export von Milchprodukten als auch den Import von Rohstoffen und Verpackungsmaterialien. Die Abwicklung der Transporte scheint zunehmend schwieriger zu werden.

Der Euro ist durch den Irankonflikt schwächer geworden. Gleichzeitig hat sich die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Produkte durch steigende Preise in anderen Regionen, v.a. bei Magermilchpulver, verbessert.

Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.