Deutsche Molkereien: Weniger Zucker in Milchprodukten

Der Milchindustrie-Verband (MIV) ist aktiver Partner der Reduktions- und Innovationsstrategie Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten der Bundesregierung.

Diese Strategie liefert einen Beitrag, die Energiezufuhr der Bevölkerung u. a. durch eine Reduktion des Zuckergehaltes zu senken, wobei die Nährstoffversorgung der Bevölkerung zu berücksichtigen ist.

Das aktuelle Monitoring des Max Rubner-Instituts (MRI) zeigt klar, dass die Unternehmen der Milchindustrie freiwillig die Zusammensetzung ihrer Produkte den aktuellen Entwicklungen, einschließlich der Verbrauchererwartungen, anpassen.

Im Zeitraum 2016 bis 2019 hat die Milchindustrie u. a. den Zucker- sowie den Energiegehalt bei Joghurt- und Quarkzubereitungen, jeweils mit Kinderoptik, signifikant reduziert. Bei Joghurt sind es über 7 Prozent weniger Zucker und bei Quark etwa 18 Prozent, meldet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) via Twitter. Der Energiegehalt bei Joghurt mit Kinderoptik wurde um 18 Prozent abgesenkt, bei Quark mit Kinderoptik um 10 Prozent. Wenngleich die Zuckergehalte von Joghurt mit Kinderoptik derzeit noch nicht unterhalb der meisten anderen Joghurtzubereitungen ohne Kinderoptik liegen, ist die Milchindustrie jedoch auf einem guten Weg zur Umsetzung des Branchenbeitrags:

Es wird von der Milchindustrie bei gesüßten Milchprodukten mit Kinderoptik eine Senkung des Gesamtzuckergehaltes um 15 Prozent im Median angestrebt. Als Basis für die Überprüfbarkeit wird das BMEL das Monitoring vom MRI aus 2016 heranziehen. Ziel des BMEL ist eine Realisierung bis 2025.

„Diese insgesamt positive Entwicklung erweitert die Vielfalt an gesunden und schmackhaften Milchprodukten als Teil einer ausgewogenen Ernährung“, so Frau Dr. Runge, Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin beim MIV.

Obwohl Milchprodukte keine Hauptquelle für Zucker in unserer Ernährung darstellen, leistet die Milchindustrie mit dieser Prozessvereinbarung und weiterführenden Maßnahmen in Form von Forschungsprojekten, Kommunikations- und Weiterbildungsaktivitäten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Strategie. Die Milchindustrie möchte mit weiteren Branchen den Gesamtprozess forcieren.

Milch und Milchprodukte sind anerkannte wertvolle Grundnahrungsmittel. Milch ist essentieller Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Über den reinen Nährwert hinaus hat Milch viele weitere gesundheitliche Vorteile.

Ansprechpartnerin

  • Dr. rer. nat. Gisela Runge Lebensmittelchemikerin / Dipl.-oec.-troph. Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin Assistentinnen: Ines Terbeck / Patricia Linn
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  • terbeck@milchindustrie.de
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