Nachhaltigkeit auf Milcherzeugerebene

Nachhaltigkeit und Tierwohl werden zukünftig ein Wettbewerbsinstrument, der Tierschutzbund hat Milch-Kriterien und vergibt ein Siegel. Das Nachhaltigkeits-Modul wurde mit dem Ziel einer flächendeckenden Umsetzung auf Milcherzeugerebene erstellt und zwar bei QM-Milch gemeinsam mit dem Thünen-Institut für Betriebswirtschaft. Das Modul kann freiwillig von den Molkereien als Basistool angewendet werden.

Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsmodul Milch“

Das dreijährige Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ ist eine Initiative der deutschen Milchwirtschaft. Deren Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis darüber herzustellen, was eine nachhaltige Milcherzeugung ausmacht und welche Nachhaltigkeitskriterien dazu aussagekräftig sind. Das Projekt wird vom Thünen-Institut, dem QM Milch e.V. mit den Trägerverbänden Deutscher Bauernverband, Milchindustrie-Verband und Deutscher Raiffeisenverband, sowie dem Projektbüro Land und Markt durchgeführt. Bundesweit sind am Pilotprojekt ca. 30 Molkereien mit sehr unterschiedlicher Größe und Marktausrichtung beteiligt. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über das Programm zur Innovationsförderung der BLE gefördert. Die Pilotphase des Nachhaltig-keitsmoduls Milch ist bis zum 30. Juni 2020 verlängert worden. Damit endet die öffentliche Finanzierung.

Ziel des Konzeptes ist es, Stärken und Schwächen aufzuzeigen, Potenziale für Entwicklung sichtbar zu machen und dementsprechende Verbesserungen/Optimierungen anzuregen und so aussagefähig gegenüber Marktpartnern und Gesellschaft zu sein.

Mit dem Nachhaltigkeitsmodul werden die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales), ergänzt um den Bereich Tierwohl, noch stärker in der Milcherzeugung verankert, um dadurch auch Weiterentwicklungsprozesse auf einzelbetrieblicher Ebene anstoßen zu können. Bei der Entwicklung waren Milchviehhalter sowie Molkereivertreter aus verschiedenen Bundesländern einbezogen, um praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten.

Mit Hilfe des Nachhaltigkeitsmoduls kann die Molkerei bzw. die Branche zeigen, dass sie systematisch “Nachhaltigkeit” verfolgt und nachhaltige Entwicklungen darlegen.

Durch die Verwendung der erhobenen Daten:

  • kann der Landwirt erkennen, was andere Landwirte besser machen (Querschnittsvergleich – Benchmarking) → Sensibilisierung!
  • kann die Molkerei erfahren, wo sie steht und wie sich ihr “Nachhaltigkeitsstatus” entwickelt
  • kann der Milchsektor in Zukunft darlegen, ob und wo er sich verbessert oder verschlechtert hat.

Die Fortsetzung als Nachhaltigkeitsmodul Milch bei QM-Milch erfolgt nahtlos an die Pilotphase.

Ansprechpartnerin

  • Dr. rer. nat. Gisela Runge Lebensmittelchemikerin / Dipl.-oec.-troph. Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin Assistentinnen: Ines Terbeck / Cathrin Smalla
  • +49 30 4030445-19/-28
  • +49 30 4030445-57
  • runge@milchindustrie.de
  • terbeck@milchindustrie.de
  • smalla@milchindustrie.de