MIV zeichnet Betriebswirtschaftler aus – Verleihung Milch-Wissenschaftlicher Innovationspreis 2014 an Herrn Prof. Theuvsen

Fulda, 13.11.2014: Der Milchindustrie-Verband (MIV) gibt anlässlich der 8. Ideenbörse Forschung bekannt, dass der diesjährige Milch-Wissenschaftliche Innovationspreis an Herrn Prof. Dr. Ludwig Theuvsen von der Georg-August-Universität Göttingen geht. Die Verleihung fand heute im Rahmen der Ideenbörse Forschung in Fulda statt.

 

© Milchindustrie-Verband e.V.
v.l.: Carsten Boldt (Mondelez, Vorsitzender der MIV-AG Forschung), Prof. Ludwig Theuvsen (Georg-August-Universität Göttingen)

Mit der Vergabe des Milch-Wissenschaftlichen Innovationspreises 2014 an Herrn Prof. Dr. Ludwig Theuvsen von der Georg-August-Universität Göttingen durch die Unternehmen des Milchindustrie-Verbandes sollen seine bedeutenden wissenschaftlichen Leistungen gewürdigt werden. Wir verdanken Herrn Prof. Theuvsen, dass durch seinen marktorientierten Ansatz etliche Versuche, auf EU-Ebene ein planwirtschaftliches System einzuführen, mit Hilfe seiner Argumentation bisher zunichte gemacht werden konnten“, so Herr Carsten Boldt, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Forschung im MIV.

Bundesminister Christian Schmidt (BMEL) hebt in seinem Grußwort hervor: „Das Engagement des Milchindustrie-Verbandes und der Innovationspreis im Speziellen geben gezielt Anreiz für die Erforschung und Entwicklung innovativer milchwirtschaftlicher Lösungen. Gerade mittelständische Unternehmen der Milchwirtschaft können von diesem Engagement profitieren, da sie im harten Wettbewerb geringere finanzielle Spielräume besitzen.“ und „Der Preis fördert Wissenschaft und Forschung und zeigt zugleich Wertschätzung: Für gute Ideen und den Mut zur Umsetzung. Dies ebnet einer starken deutschen Milchwirtschaft den Weg!“.

Der MIV-Preis in Höhe von 10.000 Euro kann jährlich an Persönlichkeiten vergeben werden, die sich wesentlich in der milchspezifischen Forschung und Wissenschaft engagieren. Dieses kann von den Naturwissenschaften bis zur Rechts- und Wirtschaftswissenschaft sein. Entscheidend ist die besondere Praxisnähe und Bedeutung für die Molkereipraxis und Milchwissenschaft.

© Milchindustrie-Verband e.V.
3. Reihe v.l.: Dr. Marco Sell (DMK), Prof. Jörg Hinrichs (Uni Hohenheim), Dr. Werner Strohmaier (Käserei Champignon), Dr. Matthias Eisner (Hochwald), Dr. Ralf Zink (DMK), Dirk Kuckelsberg (Danisco), Dr. Lars Gorzki, Sven Sängerlaub (Fraunhofer-Gesellschaft)
2. Reihe v.l.: Prof. Stephan Drusch (TU Berlin), Prof. Ulrich Kulozik (TU München), Dr. Peter Fichtl (Uelzena), Dr. Thomas Westermair (muva Kempten), Prof. Erwin Märtlbauer (Uni München), Christian Niebuhr (Chr. Hansen), Dr. Gerd Konrad
1. Reihe v.l.: Dr. Katrin Lehmann (MIV), Dr. Reinhard Velleuer (Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), Carsten Boldt (Mondelez), Prof. Ludwig Theuvsen (Uni Göttingen), Dr. Gisela Runge (MIV), Huub Heinemans (GEA), Florian Parthe (Innova Market Insights BV), Dr. Hans Besner (Müller)

Aus der Begründung:

Herr Prof. Theuvsen ist seit 2002 Professor für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness an der Georg-August-Universität Göttingen. Der Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeiten sind die Fragen des strategischen Managements und des Personalmanagements in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Aber auch die Organisation von Wertschöpfungsketten im Agribusiness sowie das Qualitätsmanagement und die Zertifizierung bei Agrarprodukten und Lebensmitteln stehen in seinem Fokus. Im Mittelpunkt steht dabei die Milchbranche.

 

Herr Prof. Theuvsen hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte und Publikationen im Bereich Milchwirtschaft durchgeführt bzw. veröffentlicht. Ganz besonders hervorzuheben ist, dass Herr Prof. Theuvsen einer von 6 unabhängigen Experten war, der für die EU-Kommission im Jahr 2013 einen Bericht über die Wettbewerbsfähigkeit der Molkereien und die nachhaltige Milcherzeugung nach Auslaufen der Milchquote in 2015 erstellte. Sein Bericht ist besonders marktwirtschaftlich geprägt. Das dabei zu untersuchende Modell eines freiwilligen Mengenverzichts gegen Entschädigung (sog. „supply management“) ist für Prof. Theuvsen kein effizientes Mittel gegen Preisvolatilität. Darüber hinaus sei dieses Modell nicht praktikabel, es wäre bürokratisch, würde Haushaltsdruck ausüben und enthalte Missbrauchspotential. Die derzeit existierenden Maßnahmen, wie Intervention und private Lagerhaltung seien ausreichend und könnten im Krisenfall verstärkt werden, auch durch weitere Absicherungsmaßnahmen, wie Zusatzversicherungen oder Derivate.

  • Dr. rer. nat. Gisela Runge Lebensmittelchemikerin / Dipl.-oec.-troph. Geschäftsführende Wissenschaftliche Leiterin Assistentinnen: Ines Terbeck / Patricia Linn
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