Im Fokus: Die Hitzewellen und Trockenheit in einigen Regionen Deutschlands haben bei der Milchanlieferung erhebliche Schwankungen zur Folge. Während im Süden Deutschlands die Flächen teilweise keinen Aufwuchs mehr aufweisen und dies zu den vorgesehenen Maßnahmen in der Fütterung führt, wachsen in anderen Regionen Grünland wie Silomais mindestens durchschnittlich. Insgesamt liegt die Milchanlieferung auf Wochenbasis mehr als 3 % über dem Vorjahr, jedoch deutlich unter dem Niveau der Vorwochen, was erste Auswirkungen auf die Ausrichtung der Produktion in den Molkereien zeigt.
Die jüngsten teils ergiebigen Niederschläge sollten auch an gestressten Standorten in den kommenden Wochen für Entlastung sorgen. Die Inhaltsstoffe befinden sich erstmals für Fett und Eiweiß gleichzeitig leicht unter der Vorjahreslinie. Die Milchpreise entwickeln sich seitwärts, wobei sich die Differenz zwischen den Bundesländern verringert hat.
Auch die Verbraucherpreise verlaufen im Juli insgesamt seitwärts, während die Absatzentwicklungen in der Menge weiterhin stark sind, beispielsweise bei Quark, Weidemilch oder Käse. Das niedrigere Preisniveau führt zu entsprechenden Umsatzentwicklungen gegenüber dem Vorjahr, unterstützt jedoch sowohl national als auch im Exportgeschäft die Nachfrageseite. International sind steigende Preise insbesondere bei Magermilchpulver und auf der Proteinseite festzustellen.
Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.