Im Fokus: Die Milchanlieferung liegt laut Schnellberichterstattung mit 5,7 % weiterhin deutlich über dem Vorjahr. Insgesamt wurden im Jahr 2026 rund 6 % mehr Rohmilch erzeugt. Die Saisonspitze könnte jedoch bereits erreicht sein, wenngleich die Auswirkungen regional hoher Temperaturen und Futterumstellungen noch keine exakten Schlüsse zulassen. Die Inhaltsstoffe Fett und Eiweiß sind wieder auf das Niveau des Vorjahres gesunken.
Die Erzeugerpreise lagen Anfang 2026 deutschlandweit unter 40 Cent je Kilogramm Rohmilch, mit einer deutlichen Spreizung zwischen dem Norden und höheren Preisen im Süden. Einige Molkereien in Deutschland und den EU-Nachbarländern vollziehen bereits wieder eine Anhebung der Milchpreise. Dagegen ist der ife-Rohstoffwert für Mai leicht auf 37,5 Cent pro Kilogramm gesunken.
Die Ausgaben der Verbraucher für Milch und Milchprodukte im LEH lagen im April aufgrund niedrigerer Preise knapp 10 % unter dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Milchprodukten hingegen bewegte sich fast durchgehend über dem Niveau des Vorjahres, insbesondere bei Quark (+ 13 %) und Weidemilch (+ 8 %). Im internationalen Handel mit Milchprodukten ist Anfang 2026 weiterhin eine gute Nachfrage nach deutschen und europäischen Milchprodukten festzustellen.
Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.