MIV-Marktbericht Juni 2026

Im Fokus: Die Überraschungen bezüglich der Milchanlieferung bestehen weiterhin. Der übliche Saisonverlauf präsentiert sich eher als eine Seitwärtsbewegung; die Mengen beliefen sich auf Wochenbasis zuletzt auf 7 Prozent über dem Vorjahreswert, bei gleichzeitig hohen Inhaltsstoffen. Welche Auswirkungen die Hitzeperiode der vergangenen Woche auf den Vorsprung der Anlieferung des Jahres 2026 von rund 6 Prozent haben wird, ist gegenwärtig noch schwer abschätzbar.

Die Erzeugerpreise haben sich bei etwa 38-39 Cent/kg stabilisiert, wobei zuletzt eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen war. Die Preise für Biomilch sanken dagegen; im April beliefen sie sich gegenüber konventioneller Ware auf rund 64 Cent/kg, was einen deutlich höheren Wert darstellte.

Der zusätzliche Rohstoff des Jahres 2026 wurde bis April primär der Produktion von Milchpulver, Butter und Käse zugeführt. Infolge günstigerer Preise entwickelt sich der Absatz sowohl über den deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) als auch im Exportbereich äußerst positiv, und dies nicht ausschließlich in den zuvor genannten Produktgruppen.

Die schwer planbare Rohstoffversorgung wird die Unternehmen auch in den kommenden Wochen sowohl im Hinblick auf ihre Kapazitäten als auch bezüglich der Vermarktung auf die Probe stellen.

Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.