Im Fokus: Die Milchanlieferung eilt von Rekord zu Rekord – nach Rekordsteigerungen gab es durch die letzte Hitzewelle Rekordverluste. Nachdem die Milchanlieferung bei hohen Inhaltsstoffen auf über 7 % über dem Vorjahr gestiegen ist, fiel sie innerhalb von 2-3 Wochen im Grunde auf Vorjahresniveau. Kühlere Temperaturen ließen die Anlieferungen wieder steigen, aber bei weiter reduzierter Steigerungsrate und niedrigen Inhaltsstoffen. So richtig trauen die Molkereien noch nicht der niedrigeren Anlieferung, umgekehrt ist der Sommer noch nicht vorbei und Hitzewellen möglich. Regional leiden die Grundfuttererträge unter Trockenheit.
Die Milcherzeugerpreise in Deutschland entwickeln sich weiter leicht positiv, im Mai auf rund 39 Cent Basispreis und die Differenz zwischen Nord und Süd wird kleiner. Bei der Biomilch lag der Erzeugerpreis erstmals unter dem des Vorjahres.
Die Preise für Milchprodukte bewegen sich seitwärts Mitte 2026 und werden durch Aktionen unterstützt, Verbraucher honorieren dies mit gestiegenen Absätzen bei Weidemilch, Quark, Butter und auch Käse. Niedrigere Milchmengen als erwartet und gute Abverkaufszahlen lassen das Angebot an Commodities sinken und gleichzeitig verläuft auch das Exportgeschäft grundsätzlich weiter in positiven Bahnen.
Ausführlichere Informationen stehen den MIV-Mitgliedern im geschützten Mitgliederbereich unter Markt & Daten -> MIV-Marktbericht zur Verfügung.